Archiv für Mai, 2008

Ich und die Elektronikfachmärkte

Eigentlich hatte ich nichts gegen sie, früher wohnten wir ganz in der Nähe eines kleinen „Electronic partners“, der hat uns unseren ersten richtig coolen Fernseher, samt Videorekorder und Stereoanlage beschert, der Verkäufer war kompetent, zurückhaltend,  und allein. Das Alles war vor rund vier Jahren, inzwischen wohnen wir woanders, und der nächstgelegene Ort um sich einen neuen Fernseher aufschwatzen ist der „Media-Markt“, mit dem hatte ich, bis auf die primitive Werbung, auch nie ein Problem, bis meine Stereoanlage kaputt ging.

Da das Ding für mich als Musiker relativ wichtig ist, die Anlage schon ein paar Jahre auf dem Buckel hatte und außerdem ein Garantiefall war, dachten wir, so ein Umtausch ginge relativ schnell von Statten. Na ja, ganz so schnell war’s dann doch nicht. Der zuständige Servicemitarbeiter war mir noch sympathisch, er legte uns nah, dass eine Reparatur keinen Sinn machen würde, und wir uns doch bitte an den Abteilungsfachmann wenden sollten. Dieser war es, der meine Einstellung zum Media-Markt bis heute grundlegend geändert hat.

Angetroffen habe ich Herrn Müller, (ich erinner mich heute, mindestens drei Monate später noch an den Namen, ein Rekord für mich!) während er einer Bäuerin, welche auf der Suche nach einem DVD-Player war, zu einem tragbaren High-End DVD System riet. Leider ignorierte die Frau meine Warnungen in Form von laut ausgesprochenen Gedanken über den Schwachsinn solcher Geräte und ließ sich breit schlagen, ein zu erwerben.

Mir erzählte der Mann mit den langen grauen zurückgekämmten Haaren und dem Duft eines Moschusochsen, ich sollte mir ein neues Gerät aussuchen, der damalige Kaufpreis meiner Anlage sollte davon abgezogen werden. An der Kasse enthüllte er dann seine perfiden Pläne, da meine Anlage schon ein paar Jahre alt sei, müsse man mit dem Zeitwert rechnen, eine Selbstverständlichkeit, eine, die ich bis heute nicht verstehe, meinen älteren Drucker konnte ich problemlos gegen einen neuen Tauschen, ohne Abzug des Zeitwerts,

Dieses Ereignis hat zur Folge, dass ich dem Media-Markt den Rücken gekehrt habe, und nun nur noch im unökonomischen 30 Kilometer entfernten Saturn einkaufe.

Die gehören zwar alle zur selben Firma, meinem Stolz ist das egal

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Ferien

Es sind Ferien, wohl auch der einzige Grund warum ich um kurz vor Eins in der Nacht noch im Internet unterwegs bin, neben meiner grenzenlosen Langeweile.

Es sind Ferien, der Traum eines jeden Schülers, nur meiner nicht, denn ich quäle mich schon seit einer Guten Woche durch viel zu triste Tage. Wohl auch nur deswegen bin ich auf die Idee gekommen, mir einen Blog anzulegen, warum genau, weiß ich selbst nicht mehr, selbst verordnete Beschäftigungstherapie.

Ich hätte auch einfach mal vor die Tür gehen können, aber ohne Freunde gibt es da nicht mehr als nervige Nachbarskinder samt nervigen Nachbarn die den ganzen Tag nichts besseres zu tun haben, als auf der Terrasse zu sitzen, und mich anzustarren, was ist an mir so besonders? Ich nehme mir vor, diese Frage irgendwann mal zu stellen.

DIe Freunde sind alle im Urlaub, irgendwo in Griechenland, Italien, halt dort, wo ich nicht bin, und die, die übrigen geblieben sind haben keine Zeit, ob aus reiner Böswilligkeit mir gegenüber, oder einfach aus dem Grund das sie den halben Ort kennen, und ich nicht.

Daher habe ich beschlossen, wie so viele andere auch, meine sowieso unbeachtete Meinung mit ins Web zu werfen, vielleicht interessiert es  ja doch jemanden, dass ich gerade eine Mücke den Hitzetot in meiner Schreibtischlampe gestorben ist, selber schuld.

Ich bekomme Hunger, es ist fast Eins und so beschließe ich, meine erste Veröffentlichung zu wagen, um danach ein Stück „Ritter Sport“ zu essen, ins Bett zu gehen, und den nächsten Tag abzuwarten, vielleicht passiert in diesem Kaff ja mal irgendwas.

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